Altes Backhaus | Sag niemals nie

Nach unserem eher ärgerlichen ersten (und bis dahin letzten) Besuch im Alten Backhaus im Jahr 2011 kurz nach der Eröffnung waren wir ja fast schon geneigt zu sagen: “Die sehen uns nie wieder!”. Da man aber bekanntlich niemals nie sagen sollte, und wir außerdem aus allen Ecken nur Positives über Wiener Neustadts Edelwirtshaus gehört haben, wagen wir schließlich einen zweiten Besuch: Sehr freundlich werden wir von Herrn Schmutzer Junior empfangen und zu unserem Platz geleitet. Das Restaurant ist rappelvoll, alle Tische sind bereits vergeben – die darauf servierten Speisen sehen vielversprechend aus. Voller Vorfreude starten wir in den Abend und lassen uns überraschen, was dieser wohl so bringen wird:

Gedeck

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Herbsttrilogie #3 | Kürbiscarpaccio mit kaltem Rumpsteak

So ein Kürbis kann ja mitunter schon sehr groß ausfallen. Mit einem Süppchen oder z.B. unseren Asiatischen Kürbistagliatelle mit Rumpsteak schafft man es oft gar nicht, einen ganzen Kürbis zu verkochen. Also – an alle Köche, die noch einen halben Kürbis zuhause haben, hier kommt der ultimative Tipp für die Kürbis-Restlverwertung: Kürbiscarpaccio! Und wenn jetzt noch etwas kaltes Rumpsteak oder Roastbeef im Kühlschrank über ist, wird dieses Gericht gar zu einer Restlverwertung Deluxe! Und ja: das Kürbiscarpaccio schmeckt so gut, wie es aussieht…

Kürbiscarpaccio mit kaltem Rumpsteak

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Herbsttrilogie #2 | Asiatische Kürbistagliatelle mit Rumpsteak

Kürbis, Ingwer und Kokosmilch sind verdammt gute Freunde. Das weiß jeder, der schon mal eine asiatische Variante der Kürbissuppe gezaubert hat. Wir haben dieses tolle Trio nun mal zu einer Pastasauce verarbeitet und können bestätigen: Experiment gelungen! Ob man dieses Gericht nun solo, mit rosa Rumpsteak oder vielleicht sogar mit Meeresfrüchten serviert, ist dann nur mehr Geschmackssache.

Asiatische Kürbistagliatelle mit Rumpsteak

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Herbsttrilogie #1 | Weinschaumsuppe mit Rosmarin-Käse-Stangerl

Eine Kühlschrankinventur an einem herbstlichen Sonntag ergibt: ein Herbstmenü pro Saison ist einfach zu wenig. Denn mit Kürbis, Rumpsteak, einem jungen Weißwein und diversen Goodies aus dem Asia-Laden lässt sich bestimmt so einiges anstellen. Als Teil 1 unserer außerplanmäßigen Herbsttrilogie gibt es eine g’schmackige Weinschaumsuppe, die einmal mehr folgendes beweist: Kochen ist die einfachste Sache auf der ganzen Welt – denn schneller und simpler kann man wohl kein Süppchen kochen.

Voraussetzung natürlich: man nimmt einen guten, süffigen Wein. Schade drum? Ach was: der Rest der Flasche ist schon während der Kochsession ausgetrunken. Teil 2 & 3 der Herbsttrilogie (Asiatische Kürbistagliatelle & Kürbiscarpaccio) folgen demnächst!

Weinschaumuppe mit Käse-Rosmarin-Stangerl

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Sommermenü 2012 | Nachspeise: Kokos-Zitronengras Panna Cotta mit Mango-Espuma

Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut? Ganz klar – Topf und Deckel warens! Doch schon bald stellte sich die Frage: Wie knacke ich dieses Ding? Die Antwort fanden wir auf Youtube (siehe Anleitung zum Öffnen einer Kokosnuss). Und der Aufwand hat sich gelohnt: denn dieses Dessert ist der absolute Inbegriff des Sommers. Erfrischend und fruchtig – einfach saugut. Also – noch schnell ausprobieren bevor der Sommer vorbei ist … oder einfach Summerfeeling im Herbst genießen.

Kokos-Zitronengras Panna Cotta

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10 Greek Street | Table for 2? Get ready to wait in line!

Mitten in London’s Soho gibt es seit kurzem das 10 Greek Street - ein modernes, aber sehr familiäres und einladendes Restaurant (man spricht nicht umsonst vom “Neighbourhood Lokal”). Hier kann im Voraus für Abends kein Tisch reserviert werden, denn es gilt: First come, first serve! Frische saisonale Zutaten sind für die Küche ein Muss und das Menü wechselt täglich. Für uns klar – das klingt spannend, da müssen wir hin!

Kaum beim geschäftigen Restaurant angekommen, werden wir vom sehr freundlichen Kellner empfangen und dürfen unseren Namen und Telefonnummer auf die Warteliste setzen. 45 Minuten Wartezeit werden geschätzt. Für uns vollkommen Ok – die Zeit überbrücken wir im lässigen Pub um die Ecke mit ein paar Pints als Aperitif.

Der Zeitplan hält, denn nach der angekündigten Zeit werden wir zu Tisch gebeten:
- Der erste Blick in die Speisekarte: Klein aber Fein.
- Der erste Blick in die Weinkarte: Tolle Auswahl, alles gibt es auch glasweise. Für London sehr günstig.
- Der zweite Blick in die Weinkarte: Rotgipfler aus der Thermenregion!? Das ist ja sogar in Österreich Rarität!

Ganz verzückt von der Speise- und Weinkarte fällt unsere Wahl auf folgende Kreationen:

gazpacho

Wir starten mit einem vorzüglich abgeschmeckten Gazpacho. Zu Beginn dominiert die unglaubliche Süße der Tomate, danach folgt ein würziger Kick und als Krönung legt sich der Film des geschmackigen Olivenöls samtig um die Zunge.

asparagus

Asparagus, Duck Egg, Parmesan + Olive - so der unprätentiöse Name in der Karte vom nächsten Gericht. Köstlich angerichtet, der letzte Pfiff fehlt – aber in seiner Einfachheit schmeckt es trotzdem saugut.

scallops

Weiter geht es mit Seared Scallops, Pea Puree + Pancetta. Die nussige Jakobsmuschel ist auf den Punkt gebraten und zergeht gemeinsam mit dem Erbsenpüree auf der Zunge. Der crunchige Pancetta sorgt für die perfekte Würze.

pork

Zu Ende geht unser Abend im Neighbourhood Restaurant mit Tamworth Pork, Glazed Carrots, Spinach + Grilled Apricot. Das Knusperl erinnert sofort an einen perfekt gebratenen Schweinsbraten “wie dahoam” und war in Verbindung mit dem aromatischen Spinat und der Süße der Marille ein absoluter Knüller.

10 Greek Street ist ein junges kreatives Restaurant welches sehr um seine Gäste bemüht ist. Hier kann man sich wohlfühlen und nach Herzenslust schlemmen. Zum klasse Essen kann man sich getrost auch mal ein Achterl mehr vergönnen, ohne zu tief in die Börse greifen zu müssen. Wir gönnen uns eine halbe Flasche vom vorhin erwähnten Rotgipfler von Reinisch sowie eine halbe Flasche Pinot Noir von J. Christopher (Willamette Valley, Oregon) – Prädikat Weltklasse!

Sehr Empfehlenswert | Preis-Leistung: gut

10 Greek Street10 greek street
LONDON
W1D 4DH
www.10greekstreet.com

 

Frühlingsmenü 2012 | Nachspeise: Erdbeertiramisu auf Erdbeercarpaccio

Der Frühling geht zu Ende, der Sommer steht vor der Tür. Das bedeutet Zweierlei: Erstens gibt es am Markt die ersten heimischen Erdbeeren. Zweitens ist es höchste Zeit für die Nachspeise (und somit den Abschluss) unseres heurigen Frühlingsmenüs: Tiramisu geht immer – natürlich auch mit Erdbeeren. Mit dem pfeffrig-fruchtigen Erdbeercarpaccio wird dieses Dessert zur Delikatesse!

Erdbeertiramisu auf Erdbeercarpaccio

Rezepte für 4 Personen:

Erdbeertiramisu:

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 250 g Qimiq Vanille
  • 1/8 l Milch
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 60 g Kristallzucker
  • 125 ml Schlagobers
  • 1 Tasse Kaffee
  • 1/8 l Amaretto
  • ca. 40 Biskotten
  • 125 g Erdbeeren
  • etwas Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Das Schlagobers schlagen und das Qimiq glatt rühren.
  2. Qimiq, Mascarpone, Milch, Zucker, Vanillezucker, ein Schuss Amaretto und Milch miteinander vermengen.
  3. Das Schlagobers unterrühren.
  4. Erdbeeren in Scheiben schneiden.
  5. Biskotten in Kaffee und Amaretto tunken und in einer Form abwechselnd mit der Creme und den Erdbeerscheiben schichten und danach für ca. 5 Stunden kalt stellen.
  6. Kurz vor dem Servieren mit dem Kakaopulver bestreuen.

Erdbeercarpaccio:

Zutaten:

  • 125g Erdbeeren
  • 8 Blätter Pfefferminze, in Streifen geschnitten
  • 1/8 l Apfelsaft
  • 2 TL Honig
  • 1 Schuss Balsamico Essig
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Erdbeeren in Scheiben schneiden und in ein flache Schüssel legen.
  2. Pfefferminze, Apfelsaft, Honig und Balsamico Essig zu einer Marinade verrühren und über die Erdbeeren geben. Ca. 3 Stunden ziehen lassen.
  3. Erdbeercarpaccio flach auf einen Teller schichten. Mit frischem Pfeffer (am besten aus der Mühle) würzen. Tiramisu darauf anrichten (siehe Foto oben).

Frühlingsmenü 2012 | Suppe: Bärlauchcremesuppe mit gebratenen Garnelen

Heute geht es mit unserem Frühlingsmenü weiter. Und wer an Frühling denkt, muss zwangsweise auch an Bärlauch denken. Der wilde Knoblauch hat Saison und wird mittlerweile ja fast schon etwas inflationär verwendet. Wir können trotzdem nicht genug davon bekommen und sind der Meinung, dass dieses delikate Kraut unbedingt genutzt werden muss.

Zutaten (Rezept für 4 Personen):

  • 200 g Bärlauch, gewaschen und in Streifen geschnitten
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 2 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 1 mittlere Kartoffel, geschält und klein gewürfelt
  • Öl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 250 ml Schlagobers
  • Salz, Pfeffer
  • 120 g Garnelen

Zubereitung

  1. Gehackte Zwiebel in Öl anschwitzen lassen, danach Knoblauch und Bärlauch hinzufügen und kurz mitrösten.
  2. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, gewürfelte Kartoffel dazugeben und 20 Minuten kochen lassen.
  3. Die Suppe mit Schlagobers auffüllen und mit einem Stabmixer sehr fein pürieren (das dauert ca. 10 Minuten).
  4. Die Suppe kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Garnelen in Olivenöl scharf und kurz anbraten und in der Suppe gar ziehen lassen.

Ein kleiner Tipp – alle Cremesuppen sollten kurz vorm Anrichten nochmal mit einem Stabmixer aufgeschäumt werden. Dadurch bekommt die Suppe eine feinere Konsistenz und bildet eine schaumige Oberfläche. Nie wieder pampige Einmachsuppen!

Frühlingsmenü 2012 | Vorspeise: Zweierlei vom Spargel

Wir starten unsere erste Mini-Serie und präsentieren Euch in den nächsten Wochen ein komplettes viergängiges Frühlingsmenü. Wir beginnen – ganz wie es die Saison befiehlt – mit Zweierlei vom Spargel. Im Laufe des Jahres folgen dann natürlich auch die Sommer-, Herbst- und Wintermenüs. Viel Spaß beim Nachkochen!

Frühlingsmenü | Vorspeise: Zweierlei vom Spargel

Rezepte für 4 Personen:

Panna Cotta vom weißen Spargel mit Pancetta Crunch
frei nach www.deliciousdays.com

Zutaten:

  • 300 g weißen Spargel, in kleine Stücke geschnitten
  • 300 ml Schlagobers
  • 2 Blatt Gelatine
  • Salz, Zucker, Muskatnuss
  • 4 Scheiben Pancetta (oder: Speck)
  • Olivenöl
Zubereitung:
  1. Gelatine Blätter ca. 5 Minuten im kalten Wasser einweichen.
  2. Geschnittenen Spargel in Schlagobers aufkochen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
  3. Mit einem Stabmixer den Spargel pürieren, danach die Masse durch ein feines Sieb streichen.
  4. Die Creme mit Salz, Zucker und etwas Muskatnuss abschmecken.
  5. Die Gelatine gut ausdrücken und in die heiße Crememasse einrühren bis die Gelatine vollständig aufgelöst ist.
  6. Die Panna Cotta Masse in kleine Gläser füllen und mind. 5 Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank kalt stellen.
  7. Pancetta in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl knusprig braten.
  8. Pancetta zerkleinern und auf das Panna Cotta streuen.

Gedämpfter grüner Spargel mit Orangen-Vanille-Butter
frei nach Johann Lafer

Zutaten:

  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 1 Orange, in Scheiben geschnitten
  • 1 Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 400 ml Orangensaft
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Vanillestange
  • 1 TL Speisestärke, mit kaltem Wasser angerührt
  • 50 g kalte Butter
Zubereitung:
  1. Die unteren Enden des Spargels abschneiden und den Spargel gemeinsam mit den Orangen- und Zitronen-Scheiben auf das Garblech des Dampfgarers (z.B. Vitalis Aroma Dampfgarer von WMF) legen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer keinen Dampfgarer besitzt kann den Spargel auch einfach ca. 10 Minuten lang im Wasser gar kochen (eventuell mit etwas Zucker und Salz).
  2. Orangensaft und Wein in den Dampfgarer Bräter gießen und erhitzen. Vanillestange aufschlitzen, Mark herausschaben und zum Orangensaft geben. Die Schote auf den Spargel am Garbblech legen.
  3. Den Spargel bei 75-80 Grad etwa 15 Minuten dämpfen.
  4. Die Hälfte des Orangesuds in einen kleine Topf abgießen. Den Sud im Topf einkochen und mit angerührter Speisestärk leicht binden. Dann nach und nach die Butter unterrühren. Sauce mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.
  5. Spargel aus den Dampfgarer nehmen, auf den Teller anrichten und mit der Orangen-Vanille-Butter übergießen

Wein & Co | Die multiplen Persönlichkeiten des Christian Petz

Das neue Tapas-ähnliche Konzept von Christian Petz in der Wein & Co Bar wird aus Marketing-Sicht ja top verkauft. Man möchte fast meinen, Herr Petz hat sich vervielfältigt und sorgt nun zusätzlich zu seinem Badeschiff-Lokal auch in den zwei Innenstadt-Dependance von Wein & Co für multiple Gaumenfreuden. Vor Ort bei Wein & Co ist der Starkoch allerdings nicht anzutreffen, denn persönlich schwingt er den Kochlöffel dann doch nur im eigenen Restaurant “Holy Moly”. Wir haben uns in die Wein & Co Bar in die Mariahilfer Straße begeben, um uns vom Petz-Konzept persönlich zu überzeugen:

Das Servicepersonal ist leider hilflos unterbesetzt und so ist damit zu rechnen, dass es an einem schönen Abend auf der Terrasse oder auch im Indoorbereich zu längeren Wartezeiten kommt, bis die Bestellung in Auftrag gegeben werden kann. Wenn diese erste Hürde geschafft ist, dann geht alles Ruck-Zuck und die Köstlichkeiten kommen recht rasch auf den Tisch.

Unsere Auswahl fiel auf folgende Barhappen:

Spicy Holy Moly Fischsuppe

Die Spicy Holy Moly Fischsuppe ist ein wahres Gedicht bestehend aus einem frisch-würzigen Fischsud mit delikater Meeresfrüchte-Einlage.

Kalbswangerl in Shiraz mit Stroganofflinsen

Die zarten Kalbswangerl in Shiraz mit Stroganofflinsen zergehen auf der Zunge, die Linsen sorgen dennoch für einen guten Biss. Eine absolute Empfehlung!.

Kreolisches Hendl mit Zitronen Cous Cous

Das kreolischen Hendl mit Zitronen Cous Cous kann da nicht mithalten und verstört uns mit einer Überdosis Zitrone, die das ganze Gericht zu sehr dominiert.

Grünen Veltliner Weinviertel DAC vom Weingut Zull

Als Weinbegleitung zu den Köstlichkeiten entschieden wir uns für einen Grünen Veltliner Weinviertel DAC vom Weingut Zull, den wir bei der Weinviertel DAC Präsentation entdeckten. Der preiswerte Tropfen aus dem Wein & Co Shop mit seiner gelbgrünen Farbe, dem fruchtigen Bukket (grüner Apfel, Zitrus?) und dem obligaten Pfefferl mundete uns sehr.

Alles in Allem gibt es dank Christian Petz jetzt endlich ein interessantes Food-Konzept bei Wein & Co, das als hochpreisig aber sehr attraktiv einzustufen ist. Um den großen Hunger zu stillen, müssen allerdings mehrere Gänge geordert und somit etwas tiefer in die Geldtasche gegriffen werden.

Empfehlenswert Preis/Leistung: schlechtweinco

Wein & Co
Mariahilfer Straße 36, 1070 Wien
www.weinco.at

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