Nein, diesmal singen wir keine Lobeshymnen auf den Steirawirt. Denn das haben wir ja schon in unserem ausführlichen Bericht vom letzten Jahr zu Genüge getan. Nicht, dass die Gastwirtschaft der Rauch-Geschwister das nicht verdienen würde. Aber wir wollen diesmal einfach noch mehr Raum für die Beschreibungen und Fotos der kulinarischen Kunstwerke aus der Rauch-Küche lassen. Diese sollten keinen Zweifel offen lassen: Der Steirawirt ist eine Sensation. Wer noch nicht dort war, sollte sich schnellstens auf den Weg nach Trautmannsdorf machen…
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Taubenkobel | Abenteuer in der Genuss-Werkstatt
3 Zutaten braucht es für ein perfektes kulinarisches Abenteuer, das die Herzen von Topf und Deckel höher schlagen lässt: ausgezeichnetes Essen mit hochwertigen Produkten; spannende Getränke, abgestimmt mit den Gerichten; sowie freundliches und zuvorkommendes Service in gemütlicher Atmosphäre.
Zu Gast im Taubenkobel der Familie Eselböck werden all diese Kriterien mehr als nur erfüllt:
- großartiges Menü mit tollen Geschmackserlebnissen (Zwiebelsuppe, Schnecke, Schweinenacken!)
- spektakuläre Weinbegleitung (Orange Wines, biodynamische Weine!) sowie eine alkoholfreie Getränkebegleitung mit selbst angesetzten Säften (Lavendel, Sellerie!)
- eine charmante und authentische Service- und Küchencrew (allen voran die unpackbar sympathische Barbara Eselböck, die uns jeden Wunsch von den Lippen ablesen konnte!)
Der Reisinger | Einsame Klasse
Schon bei unserem ersten Blogpost über den Reisinger, haben wir das Edelwirtshaus in Pöttsching zum Preis-Leistungssieger gekürt. Heute – ein gutes Jahr später – sind wir bei einem weiteren Besuch genauso begeistert. Und diesmal liefern wir auch Bildbeweise!
Erstaunt sind wir allerdings darüber, dass wir beim Reisinger erneut recht einsam in der gemütlichen Gaststube sitzen. Während beim beliebten Sonntagsbrunch die Hütte brummt und auch der große Saal zum Bersten gefüllt ist, kann das kulinarische Angebot am Samstag Abend kaum Gäste anlocken. Unverständlich! Denn das Gebotene ist zweifelsohne ein Augen- und Gaumenschmaus:
Steirereck im Stadtpark | Mit Blunzenbrot in den Gourmet-Olymp
Wer hätte das gedacht? Unser Abend im Steirereck im Stadtpark beginnt mit einer kleinen Enttäuschung: Bei angenehmen 23 Grad Außentemperatur sind wir auf eine Gourmet-Sitzung auf der wunderschönen Terrasse eingestellt. Leider ist genau diese geschlossen – “zu unsicher sei die Wetterlage” teilt man uns freundlich aber bestimmt mit. Schade. – Aber spätestens der Aperitif, ein herrliches Glas Gelber Muskateller von Tement, zaubert uns wieder ein breites Lächeln ins Gesicht. Und das Ambiente im Inneren kann sich ja schließlich auch sehen lassen.
Kaum Platz genommen, beginnt dann auch schon die kulinarische Galavorstellung: mit unglaublich aufmerksamen und lockeren Service; mit weitestgehenden Verzicht auf Schischi rundherum; und mit Geschmacks-Knüllern am laufenden Band, die in ihrer Komplexität und Raffinesse so grandios sind, dass ihnen keine Huldigung gerecht werden könnte. Deshalb lassen wir hier hauptsächlich die Bilder sprechen – viel Spaß beim Bestaunen der farbenprächtigen Steirereck-Gemälde (ach ja, und die Geschichte vom sagenumwobenen Blunzenbrot erzählen wir zwischendurch natürlich auch noch):
Harry’s Time | Ein Abendmahl – aber bestimmt nicht das Letzte!
Harry’s Time ist ein Ort für Genießer aber auch ein Ort für all jene, die Haubenküche einfach mal ausprobieren möchten. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Gourmets und Gourmands wählen hier am besten Harry’s Abendmahl. Was das Besondere an diesem Überraschungsmenü ist? Als Gast kann man vollkommen frei wählen wieviele Gänge auf den Tisch kommen. Wir haben uns für den Abend viel vorgenommen und zusätzlich zum Überraschungsmenü die Weinbegleitung geordert. Zu Beginn des Abends war uns noch nicht klar, wo dies noch hinführen wird…
Gestartet wird tradionell mit dem Gruß aus der Küche:

Paprikasuppe – Chili-Garnele – Paprika-Quiche
10 Greek Street | Table for 2? Get ready to wait in line!
Mitten in London’s Soho gibt es seit kurzem das 10 Greek Street - ein modernes, aber sehr familiäres und einladendes Restaurant (man spricht nicht umsonst vom “Neighbourhood Lokal”). Hier kann im Voraus für Abends kein Tisch reserviert werden, denn es gilt: First come, first serve! Frische saisonale Zutaten sind für die Küche ein Muss und das Menü wechselt täglich. Für uns klar – das klingt spannend, da müssen wir hin!
Kaum beim geschäftigen Restaurant angekommen, werden wir vom sehr freundlichen Kellner empfangen und dürfen unseren Namen und Telefonnummer auf die Warteliste setzen. 45 Minuten Wartezeit werden geschätzt. Für uns vollkommen Ok – die Zeit überbrücken wir im lässigen Pub um die Ecke mit ein paar Pints als Aperitif.
Der Zeitplan hält, denn nach der angekündigten Zeit werden wir zu Tisch gebeten:
- Der erste Blick in die Speisekarte: Klein aber Fein.
- Der erste Blick in die Weinkarte: Tolle Auswahl, alles gibt es auch glasweise. Für London sehr günstig.
- Der zweite Blick in die Weinkarte: Rotgipfler aus der Thermenregion!? Das ist ja sogar in Österreich Rarität!
Ganz verzückt von der Speise- und Weinkarte fällt unsere Wahl auf folgende Kreationen:
Wir starten mit einem vorzüglich abgeschmeckten Gazpacho. Zu Beginn dominiert die unglaubliche Süße der Tomate, danach folgt ein würziger Kick und als Krönung legt sich der Film des geschmackigen Olivenöls samtig um die Zunge.
Asparagus, Duck Egg, Parmesan + Olive - so der unprätentiöse Name in der Karte vom nächsten Gericht. Köstlich angerichtet, der letzte Pfiff fehlt – aber in seiner Einfachheit schmeckt es trotzdem saugut.
Weiter geht es mit Seared Scallops, Pea Puree + Pancetta. Die nussige Jakobsmuschel ist auf den Punkt gebraten und zergeht gemeinsam mit dem Erbsenpüree auf der Zunge. Der crunchige Pancetta sorgt für die perfekte Würze.
Zu Ende geht unser Abend im Neighbourhood Restaurant mit Tamworth Pork, Glazed Carrots, Spinach + Grilled Apricot. Das Knusperl erinnert sofort an einen perfekt gebratenen Schweinsbraten “wie dahoam” und war in Verbindung mit dem aromatischen Spinat und der Süße der Marille ein absoluter Knüller.
10 Greek Street ist ein junges kreatives Restaurant welches sehr um seine Gäste bemüht ist. Hier kann man sich wohlfühlen und nach Herzenslust schlemmen. Zum klasse Essen kann man sich getrost auch mal ein Achterl mehr vergönnen, ohne zu tief in die Börse greifen zu müssen. Wir gönnen uns eine halbe Flasche vom vorhin erwähnten Rotgipfler von Reinisch sowie eine halbe Flasche Pinot Noir von J. Christopher (Willamette Valley, Oregon) – Prädikat Weltklasse!
Sehr Empfehlenswert | Preis-Leistung: gut
10 Greek Street![]()
LONDON
W1D 4DH
www.10greekstreet.com
Steira Wirt | Geschmacksexplosion in der Rauch-Küche
Sprachlos verlassen wir um 01:30 Uhr in der Früh den Steira Wirt der Familie Rauch in Trautmannsdorf (Steiermark). Sprachlos, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht; sprachlos nur deshalb, weil wir die Kochkünste des erst 27jährigen Richard Rauch noch nicht richtig in Worte fassen können. Beim Revue passieren des Abends fallen uns nur Superlativen ein: Unglaublich! Fantastisch! Grandios! Diese Lobeshymnen hat der Steira Wirt zwar zweillos verdient, in Wirklichkeit gebührt der kreativen Rauch-Küche aber eine weit differenziertere Betrachtung, um ihr die richtige Wertschätzung entgegen bringen zu können. Am Tag danach starten wir einen Versuch:
Herzlich werden wir in der klassisch gemütlichen Steira Wirt Gaststube von Patronin Sonja Rauch begrüßt. Während die Chefin mit ihrem jungen engagierten Team den Service bravourös schupft, schwingt ihr Bruder Richard hinter den Kulissen den Kochlöffel. Küchen- und Servicecrew sind perfekt abgestimmt, bei der Komplexität der Gerichte ein absolutes Muss. Die Speisekarte lässt uns die Wahl zwischen (edler) Wirtshausküche, Gourmetküche oder einem 4-6 gängigen Überraschungsmenü. Die Entscheidung fällt uns an diesem Abend nicht schwer – wir begeben uns ganz in die Hände des Küchenchefs. Eine gute Entscheidung. Es folgt ein Feuerwerk, das schier endlos immer neue Köstlichkeiten aus der Küche hervorbringt. Aus dem bestellten 5-Gängen wird schließlich ein Verkostungsmenü in 13 (!!!) Akten. Preis: 59 €. Sensationell (ach nein, wir wollten ja keine Superlativen mehr verwenden). Und so gehts los:
Als erster von fünf Amuse Bouches wird uns ein knuspriges Maisschaumbrot serviert, das sehr originell auf einem Podest aus getrocknetem Mais präsentiert wird. Das frisch gebackene Brothäppchen offenbart, nach dem Brechen der knackigen Hülle, eine wohlig warme Geschmacksexplosion, dessen intensives Maisaroma den ganzen Gaumen ausfüllt.
Danach wird die Kompetenz der hauseigenen Fleischerei demonstriert. Der würzige und zarte Johann Schinken wird gemeinsam mit Mais- und Kürbiskernfladen, sechs verschiedenen Brotsorten, sowie einer Butter mit geräuchertem Meersalz gereicht.
Zeitgleich kommt ein knuspriges Roggenbrot mit Entenleber und getrockneter Olive auf den Tisch. Das Spiel zwischen cremig intensiver Leber und krossem Brot ergibt eine tolle Kombination, die durch die ebenfalls kräftige Olive schön abgerundet wird.
Ein erstes optisches Highlight bietet der äußerst spannende Paprikachip mit geräuchertem Johann Schinken, Frühlingskräutermajonnaise und Gewürzfenchel. Absolut neu, absolut kreativ, absolut gelungen. Der Paprikachip erinnert an einen asiatischen Hummerchip, nur mit intensivem Paprikageschmack und viel raffinierter.
Der zweite Höhepunkt in Optik und Geschmack folgt gleich darauf. Das gelierte Bärlauchgazpacho mit Frischkäseperlen und getrocknetem Johann Schinken lässt uns jubilieren. Das geeiste Gazpacho hat eine schöne Konsistenz, spart zum Glück nicht mit den Knoblaucharomen der Bärlauchs, und findet mit den restlichen Komponenten des Gerichts seine idealen Partner. Jede einzelne Frischkäseperle explodiert im Mund, der getrocknete Schinken ist knusprig und fluffig zugleich. Sein extrem salziger Geschmack komplettiert dieses kräftige Gericht.
Schon allein mit diesen fünf “Kleinigkeiten” zeigt die Küchencrew ihren Innovationsgeist und Sinn für verspielte Details, ohne dabei den Fokus auf das Wichtigste – den Geschmack – zu verlieren. Wir freuen uns auf die nächsten Leckereien, denn jetzt kommt ja erst die Vorspeise!
Ein Gericht wie ein Gemälde – der Gemüsegarten auf Butterschaum bestehend aus Karotten, Spargel, Zucchini, Fenchel und Melanzani mit pochiertem Wachtelei, Butterbrösel, Tomatenpesto und Schnittlauchblume besticht durch präzise Handwerkskunst. Die bissfest gegarten Gemüsestücke balancieren wie Türmchen am Teller, weder Fisch noch Fleisch stören hier das aromatische Geschmackserlebnis, das nur durch den Butterschaum und das Wachtelei intensiviert wird. So gut kann Gemüse schmecken.
Der Suppengang fehlt (leider) oft in der Haute Cuisine, weshalb wir an diesem Abend fast nicht damit gerechnet hätten. Umso schöner, dass es trotzdem ein Süppchen gab. Der knusprige Frischkäse, schwarze Knoblauch und krosse Kren wurde …
… mit einer typisch steirischen Krenschaumssuppe übergossen. Die Suppe ist von der Würze her bis an die Grenzen abgeschmeckt, der scharfe Kren wird aber gut vom Frischkäse abgefangen – dennoch ist dieses Gericht nichts für allzu sensible Gaumen. Präsentation und Suppeneinlagen sind wieder top (besonders witzig: der krosse raupenförmige Kren).
Die Leistungsschau geht mit einer geschmorten Kalbsschulter mit Steinpilztartar, gegrilltem Steinpilz, Steinpilztortellini, Zwieberl und Kalbszunge in die nächste Runde. Die Kalbsschulter zerfällt auf der Zunge, die Kalbszunge wiederum zergeht schon am Gaumen. Die hervorragenden Steinpilzvariationen würden wir auch allein bestellen, zusammen mit dem Kalb und dessen intensiven Jus ergeben diese aber eine weitere einzigartige Kombination.
Der Hauptgang: Rosa Entenbrust (sous-vide gegart, versteht sich) sowie Entenhaxerl geschmort im Röllchen mit Pak Choi und Purple Haze Karotte. Durch die schonende Vakuum-Garmethode schmeckt die Entenbrust butterweich und gefällt durch eine feine Textur. Dass das Fleisch am Punkt gegart ist, sei an dieser Stelle nur zur Vollständigkeit erwähnt. Die Entenhaxen-Frühlingsrolle mundet natürlich ebenso, bleibt aber auf diesen Teller nur der Nebendarsteller.
Aus gleich fünf verführerischen Kreation besteht die Nachspeisenvariation mit dem Leitthema “Kaffee und Schokolade”. Von links beginnend: Kaffeetarte mit Kakaokrokant, Mandarinengelee mit Mandarinenfilet und Kaffeegewürzschaum, Kaffeebombe umhüllt mit Zotterschokolade, Kaffee-Schokoeis mit Vanillesträusel, dunkler Kaffeeschaum mit Mandelkrokanthülle. Manche sagen Schoko-Kaffee-Overkill dazu, andere finden es einfach nur traumhaft. Die Pâtisserie will wohl der restlichen Küche um nichts nachstehen, diese Übung gelingt souverän.
Und nach dem Dessert ist noch lange nicht Schluss. Drei Petit Fours gibt es quasi als Zugabe – uns gefällts.
Kreative Ideen am laufenden Band: die Rosenzuckerwatte mit gerockneten Rosenzuckerblüten wird in einem Rosen-Blumenstock serviert. Wer Zuckerwatte mag wird diese gepimpte Version mit Rosenwasser und -blüten lieben.
Zu guter Letzt wird ein Zitrusstanitzel mit weißem Schokoladenschaum und Joghurtcrispy sowie eine Makronenvariation gereicht. Trotz Gang Nummer 13 und einem schönen Völlegefühl haben es uns besonders die locker-leichten Makronen angetan – wir kosten alle Sorten: Pistazie, Cassis, Erdbeer-Sahne, Schoko-Orangenlikör und Powidl!
Nach 13 Köstlichkeiten aus der Küche sind wir natürlich mehr als satt, dennoch sind wir auch ein bisschen traurig, dass der lukullische Reigen zu Ende gegangen ist. Zum Glück steht die gesellige und sympathische Chefin Sonja Rauch für eine Nachbesprechung an der Bar bereit. Bei der einen oder anderen Flasche Wein (übrigens: tolle Auswahl, faire Preise!) wird bis weit nach Mitternacht über Speis und Trank fachgesimpelt, Restauranttipps ausgetauscht oder einfach nur über Gott und die Welt geredet. Ein perfekter Ausklang für einen perfekten Abend. Danke Familie Rauch, wir kommen sicher bald wieder!
Sehr Empfehlenswert | Preis-Leistung: gut
Steira Wirt – Das Wirtshaus der Familie Rauch
8343 Trautmannsdorf 6
www.steirawirt.at
Osteria di Passignano | Toskanische Küche, gar nicht traditionell
Mitten in der Chianti-Classico Region, unweit von Greve liegt das kleine Örtchen Badia di Passignano. Malerisch eingebettet in den sanften toskanischen Hügeln, erhebt sich dort ein altes Kloster, das heute sowohl ein Weingut der Marchesi Antinori, als auch ein junges Sternerestaurant beherbegt: die Osteria di Passignano.
Die Osteria hat sich der toskanischen Küche verschrieben und kocht kompromisslos regional und saisonal. Traditionell geht es aber in der Osteria nie zu. Und das ist gut so. Wir haben beide Tasting Menüs (siehe Bild oben) ausprobiert und waren hin und weg von den kraftvollen Geschmäckern und ungewöhnlichen Zutaten-Varianten. Die Grenzen zwischen Vorspeisen und Nachspeisen verschwimmen – das Involtini vom Hasenfilet mit Leber wird mit weißer Schokolade gereicht, dafür wird das Schokoladen-Soufflé mit Olivenöl und Chili-Kompott serviert. Bei den Hauptspeisen muss die Taube extra gelobt werden, die besonders saftig und aromatisch daherkam.
Die Osteria gehört dem Antinori-Weingut, und so ist es Ehrensache dass die Weinbegleitung ausschließlich aus Tropfen vom wohl bekanntesten toskanischen Weingut besteht. Es könnte was Schlimmeres passieren: egal ob Weiß (Bolgheri Vermentino 2010) oder Rot (Chianti Riseva 2007), die Weine sind perfekt mit dem Essen abgestimmt und werden von der britischen Sommelière mit viel Begeisterung und Wissen eingeschenkt. Geizig zeigt man sich dabei auch nicht, so wird z.B. auch der kultige Super Tuscan – der Tignanello – großzügig ausgeschenkt. Super Tuscan steht dabei für supergut und superteuer!

Sehr Empfehlenswert | Preis/Leistung: ok
Osteria di Passignano
Via Passignano, 33
Loc. Badia a Passignano
50028 Tavarnelle Val di Pesa (FI)
www.osteriadipassignano.com
Le Cirque, Las Vegas | Zirkus auf Sterneniveau
Andere Leute fahren nach Las Vegas um in den Casinos zu zocken. Wir fahren nach Las Vegas um in Gourmetrestaurants zu schlemmen:
Zu diesem Zwecke suchten wir das Le Cirque im Bellagio Hotel auf und bestellten dort das recht günstige Pre-Theatre Dinner vor der Circque du Solei Show “O”. Französiches Ambiente, französische Küche, Essen auf höchstem Niveau – ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern.
Schon die große Auswahl an frisch gebackenen Brot-Köstlichkeiten brachte uns in Verzückung. Als Amuse Bouche wurden uns dann eine hervorragende Mini-Auster mit Zwiebelvinaigrette sowie ein pikantes Gazpacho gereicht. Es folgte ein Lobster Tartlette mit Süppchen und Trüffelnockerl bzw. ein cremiges Risotto mit Pancetta und Parmesan. Ein glasiges Lachsfilet bzw. Babyback Ribs auf Tafelspitzart wurden als Hauptgang geboten. Nach diesem Höhepunkt waren wir pappsatt und somit machte es gar nichts dass das Schoko Soufflé etwas zu süß und mächtig war.
Sehr Empfehlenswert | Preis/Leistung: gut
Le Cirque at The Bellagio Las Vegas
3600 Las Vegas Boulevard South
Las Vegas, NV 89109
www.bellagio.com/restaurants/le-cirque.aspx
Steirereck am Pogusch | Griaß Di Wurzelspeck!
Im Steirereck am Pogusch wird man stets mit einem herzlichen “Griaß Di” begrüßt. Nicht nur von der großen Tafel draußen am Hof, sondern auch vom überaus freundlichen und zuvorkommenden Personal, das stilecht allerlei Köstlichkeiten in Tracht serviert.
Im Steirereck am Pogusch wird man zwar mit “Griaß Di” willkommen geheißen, es gibt aber keinen “Gruß aus der Küche”. Dafür etwas viel besseres: Aufstriche und einen pfeffrigen Wurzelspeck, der einfach nur das Prädikat grandios verdient. Dieser steht schon beim Eintreffen am Tisch bereit, ganz rustikal mit Brett und Messer, und wartet darauf aufgeschnitten zu werden. 10 Minuten später hat unsere achtköpfige Runde zwei stattliche Blöcke des Specks inhaliert. Dazu bestellten wir ein Styrish Irish – ein frisch gezapftes Seiderl Gösser Bier, veredelt mit einem Schuss “Guinness”. Guter Start!
Im Steirereck am Pogusch kommt man sich nicht nur so vor wie im Wirtshaus, sondern es ist auch eines. Und das ist absolut positiv gemeint. Angesichts der Speisen kann man aber nicht anders als dem ordinär anmutenden Wirtshaus das Prefix “Edel-” zu verleihen: Egal ob Spargel-Pudding, knuspriges Pogusch Lamm mit confierten Navetten oder doch Bodenständigeres wie ein Kalbsbutter-Schnitzel oder ein Backhendl – alles schmeckt außergwöhnlich. Außergewöhnlich frisch, gut und ganz und gar nicht wie im Wirtshaus von Nebenan.
Im Steirereck am Pogusch wird dann sogar noch der Gang aufs WC zum Erlebnis (nicht versäumen!). Und nicht nur deshalb möchten wir ganz bald in das gemütliche Edelwirtshaus zurückkehren, um wieder “Griaß Di” zu sagen…
Sehr Empfehlenswert | Preis/Leistung: ok
Steirereck – Wirtshaus am Pogusch
Pogusch 21, 8625 Turnau
www.steirereck.at/pogusch






















